06.05.2015

Tunnel

Arp Museum in Rolandseck

Ich befinde mich derzeit in einem Tunnel aus Arbeit. Meine Tage sind in Stunden gescheibt, die To-Do-Listen lang und länger. Das Gefühl, nicht alles zu schaffen. Wo kommt das her? Hat mir das einer eingepflanzt? Kann man das irgendwo abgeben?

Wie häufig, wenn mein Leben sich auf Arbeit reduziert, werde ich zum wilden Leser. Natürlich habe ich Die Falle von Melanie Raabe gelesen. Darüber hinaus bespeist mich ein offener Bücherschrank hier in der Straße. Stephen Fry, dessen Hörbuchversion von Harry Potter ich zweimal mit großem Genuss und viel Gelächter gehört habe, schreibt auch selbst. The Stars, Tennis Balls - ein moderner Graf von Monte Cristo, der in der ersten Hälfte weit überzeugender wirkt, als in der zweiten. Ein Brunetti, seit längerem wieder Spaziergänge durch Venedig. 
Gerade lese ich den finnischen Autor Arto Paasilinna, Die Rache des glücklichen Mannes - in dem ein Fremder sich gegen ein feindseeliges Dorf durchzusetzen weiß. Ein Buch zum Lachen. Zum vielleicht siebten Mal Susan E. Hinton The Outsiders. Und, wirklich wahr, alle 21 Travis McGee Stories von John D. MacDonald.

Würde ich weniger lesen, wenn ich weniger arbeiten würde?